Heute debattiert die VVS (Verkehrsverbund Stuttgart) über Zonenvereinfachung und tariflichen Veränderungen. Zusammenlegung der Innenstadtzonen ist dabei ein Thema. Interessant für mich ist dabei das im Zusammenhang der mit den Innenstadtzonen das Thema Preis der Kurzstrecke immer noch Kostendeckend am Verkehrsaufkommen gerechnet wird und das ganz klar zugegeben wird, dass die VVS an den teueren Einstreckentickets massiv verdient. Der Kostendeckungsgrad wird nur daran gemessen “jetzige” Fahrgastzahl mal Preis. Wenn man sich aber überlegt dass man für eine einmalige Fahrt in den Talkessel Stuttgarts 2,90 Euro ausgibt braucht sich nicht zu wundern, dass viele Menschen für den Trip in die Stadt das Auto als bequemer ansehen. Die jetzige Fahrgastzahl besonders auf den Kurzstrecken ist kein Konstante sondern liegt auf ausgesprochen niedrigem Nievau. Öffentlicher Nahverkehr sollte endlich als Allgemeingut und Angebot für jedermann gelten. Wer die genauen Zahlen vergleicht weiss, dass der Betrieb von Straßen, Tunneln und allen anderen Infrastrukturellen Maßnahmen die Verkehr auf der Straße wesentlich stärker subventionieren als den Schienenverkehr. Vor diesem Hintergrund muss es doch auch Ziel der Stadt und des VVS sein, den Verkehr auf die Schiene zu verlagern und das Feinstaubproblem der Stuttgarter Innenstadt endlich zu lösen. Citymaut, Ein-Tarif-Struktur und Parkraummanagementkonzept sind von den Grünen vorgeschlagene Ideen, die notwendig sind, aber leider vor den Großproblemen der Stadt (Stuttgart 21, Landesbank, Finanzlöcher) zurückstecken müssen.